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und ihr männlicher Begleiter das Landhaus, deſſen Bevölkerung indeſſen um einen kleinen Weitbürger vermehrt worden war, zu deſſen Amme eine toskani⸗ ſche Bauernfrau angenommen worden war. Der kleine Junge und das nicht hübſche Frauenzimmer blieben zurück.
In der Veranda des Hauſes ſtanden an dem⸗ ſelben Abend der Eigenthümer und ſeine ſchwediſche Frau und unterhielten ſich mit einander:
„Aber ſage mir, Caroline,“ äußerte der Ehemann auf Italieniſch,„wie hängt das Alles zuſammen? Warum macht Deine„frühere Herrin ein ſo großes Geheimniß Rus
„Der Geburt des Knaben, meinſt Du,“ fiel Ca⸗ roline auf ſchlechtes Italieniſch ein.„Miein Gott, das iſt doch nicht ſo wunderbar, ſie iſt ja nur drei Monate verheirathet geweſen... 6
„Und hat bereits einen Sohn,“ unterbrach ſie lächelnd der Mann. Aber ſie iſt ja jetzt ſeine Frau
„Da iſt der Sache geholfen, meinſt Du? Aber der alte Baron würde anders denken, mußt Du wiſſen. Er iſt ein ſehr ſtrenger Herr.“
„Nun ja, das geht mich nichts an, ich habe bei dem Abenteuer immerhin gewonnen, denn ich habe Dich zur Frau bekommen.
„Und dieſes Beſitzthum hier und eine recht hübſche kleine Penſion.“
„Das iſt gut und ſchön; aber Du biſt doch das Beſte. Ich habe Dich ein ganzes Jahr, oder ſeit wir in demſelben Hotel in Neapel wohnten, leiden mögen. Erinnerſt Du Dich deſſen? Der Mann ſchlang den Arm um den Leib der Frau.
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