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nen in jenes eigenthümliche Gefühl träumender Selig⸗ keit verſunken das eine ſchöne Natur in glücklichen Herzen hervorruft.
„Weißt Du auch, Helena, was für ein Tag heute iſt?“ fragte der Mann und drückte ſie feſt an ſein Herz.
„Der zweite Geburtstag unſers kleinen Jungen,“ ſagte Helena und ſah ihn mit einem liebevollen Blick an.
„Und unſer vierter Hochzeitstag. Drei ſind bereits ſeit unſerer Vereinigung dahingegangen, und iſt wohl unſere Liebe ſchwächer als ſie vor drei Jahren war? Sprich, Helena, liebe ich Dich jezt weniger als damals?“
„Nein, Du liebſt mich jezt mehr als je, und ich fühle mich jeden Tag feſter mit Dir vereint. O wie innig, wie grenzenlos liebe ich Dich, mein edler Gatte!“
„Und gleichwohl, wie unbemerkt iſt nicht unſer Leben dahingefloſſen!“
„Das häusliche Glück iſt vollkommener, je mehr es von dem Geräuſche und den Thorheiten der Welt abgeſchieden iſt. Ach mein geliebter Uno, wie reich an wahrem Glück ſind nicht dieſe drei verfloſſenen Jahre geweſen, und oft fürchte ich daß meine Se⸗ ligkeit zu groß iſt und daß ich ſie nicht verdiene.“
„Du ſollteſt Dein Glück nicht verdienen, Du zärtliche, Du holde und hochſinnige Frau, die Du mit ſo viel Muth und Seelenſtärke jede Schwach⸗ heit bekämpfteſt zur Zeit als Dein Leben eine un⸗ aufhörliche Prüfung war? Oft fürchte im Gegentheil ich daß ich Dich nicht ſo glücklich machen kann wie ich wünſche und wie Du verdienſt.“


