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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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So hatte denn Helena, nach ſo manchen bittern Prüfungen, endlich ihren ſchönen, goldnen Traum von häuslichem Glück in Erfüllung gehen ſehen, und die Vorſehung hatte ihr reichen Erſaz für die Zeit, wo ſie ſich von dem Leben und ſeinen Hoffnungen ge⸗ täuſcht fühlte, durch die Liebe geſchenkt die jezt ſie umgab und ihr eigenes Herz erfüllte. Wie reich war ſie nicht jezt! Sie beſaß einen Gatten der ſie anbetete, und den ſie ſelbſt mit der ganzen warmen Hingebung liebte worin ihr Herz überfloß. Sie hatte ein blühendes, ſchönes Kind, einen reizenden Wohnſiz inmitten der herrlichſten Natur. Alles um ſie her und in ihr trug dazu bei ſie ſo vollkommen glücklich zu machen wie man es überhaupt auf Erden ſein kann.

Die Gräfin Emy Rubens hatte die Befriedigung ihre Pflegetochter eben ſo glücklich zu ſehen wie ihre eigene Tochter. Sie war voll Dank gegen die Vor⸗ ſehung, welche ihr die größte Wonne ſchenkte die

eine Mutter genießen kann, nämlich ihre Kinder glück⸗

lich und dieſes Glückes würdig zu ſehen.

Alma Kerner war ſeit mehreren Jahren mit Henrico verheirathet, und auch Graf Kerners ge⸗ noßen die Freude ihre Tochter glücklich zu ſehen.

Im Geſellſchaftsleben, wo Helena ſich ſeit dem Tode Ochards nicht mehr hatte blicken laſſen, war ſie, wie ihr dahingeſchiedener Mann, gänzlich ver⸗ geſſen. Neue Spieler auf dem Schauplaz der Thor⸗ heit zogen die allgemeine Aufmerkſamkeit an, um nach einigen Jahren, wie Helena und Evert, gleich⸗ falls in Vergeſſenheit zu gerathen.