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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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mich nur ſo weit liebſt daß Du Dich nicht verlocken läſſeſt über den Vergnügungen und Schmeicheleien der Welt mich zu vergeſſen. Noch ſind wir jung, noch kann das Glück uns blühen.

Du gutes, unvergleichliches Weib! ſagte Evert und küßte ihre Hand. Aber Helena ſah daß über ſeiner Herzlichkeit ein Zwang laſtete, eine gewiſſe Furcht deren Urſprung ſie mit ihrem angeborenen Feingefühl ahnte. Sie ergriff eine ſeiner Hände, ſchloß ſie in die ihrigen und ſagte mit unbeſchreib⸗ licher Milde:

Evert, ich leſe in Deinem Herzen und finde daß Du nicht recht weißt wie wir unſere Lebens⸗ weiſe künftig einrichten ſollen. Du fürchteſt, ich möchte Dir Geſeze vorſchreiben wollen, aber Du täuſcheſt Dich. Ich habe unſern Ehevertrag aufgehoben, denn ich habe eingeſehen daß dieſe Theilung des Vermögens eine Urſache der Entfremdung iſt und viel Böſes ſtiftet.

Helena, welcher Edelmuth nach Allem was ſich zugetragen hat!

Nach Allem was geſchehen iſt, hoffe ich daß Du eine Lebensweiſe nicht wieder beginnen wirſt die uns Beiden ſo manchen Kummer bereitet hat.

Aber meine gegenwärtige Stellung geſtattet mir nicht ein ein eingezogenes Leben zu führen.

Das verlange ich auch nicht: aber es iſt ein großer Unterſchied ob man in der Welt mitlebt oder darin glänzt. Deine Vermögensumſtände und Dein Plaz in der Geſellſchaft fordern daß Du kein allzu eingezogenes Leben führſt, aber Deine Würde als Mann und Beanter, würde darunter leiden, wenn