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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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Eine Woche ſpäter trat Helena in den Salon, wo Uno mit dem Arm in der Schlinge ſaß. Ker⸗ ners waren auf einen Beſuch abgereist.

Du hier, Helena! Er reichte ihr ſeine ge⸗ ſunde Hand.Ich glaubte, Du wäreſt mit den Andern verreist.

Nein, Uno, ich blieb daheim damit es zu einer Erklärung zwiſchen uns kommen kann.

Du willſt jezt die Worte zurücknehmen die Dein Schrecken Dir abpreßte; iſts nicht ſo?

Ich werde kein Wort zurücknehmen das über meine Lippen gegangen iſt. Die Wahrheit hat ſich wider meinen Willen aus der Tiefe meines Herzens hervorgedrängt und ich werde ſie nicht wegläugnen.

O ſag es noch einmal, ſag daß Du mich liebſt! Laß mich aufs Neue von dieſen Worten umkost werden, die Alles in ſich ſchließen was das Leben für mich an Glückſeligkeit beſizt, rief Uno gänzlich hingeriſſen, indem er ihre Hand mit Küſſen bedeckte. ſie zog dieſelbe mit einer würdevollen Bewegung zurück.

Ja, ich liebe Sie ſo wie mein Herz niemals einen Andern als meinen Gatten hätte lieben dür⸗ fen, ſagte ſie mit tiefem Ernſt; aber als er ſich anſchickte ihre Hand von Neuem zu ergreifen, erhob ſie dieſelbe mit einer abwehrenden Bewegung gegen ihn und fuhr fort:Hören Sie mich an und ſeien Sie ruhig. Ich bin keine der Frauen die in einer unerlaubten Liebe Erſaz für die Selbſttäuſchung ſuchen wodurch ſie geblendet wurden. Nein, nein, das Geſtändniß daß ich Sie liebe ſchließt für uns eine ewige Trennung in ſich.