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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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Später am Nachmittag ſaßen Helena und Uno,

der auch den Sommer auf Löda zugebracht hatte,

draußen auf der Terraſſe. Helenas Geſicht wurde ruhiger und weniger betrübt als gewöhnlich.

Wie doch Alles im Verlauf einiger Jahre ſich

verändert! ſagte Uno.Ich erinnere mich noch ſo

deutlich an unſern erſten Aufenthalt dahier, und be⸗ ſonders an einen Nachmittag wo wir juſt auf dieſer Terraſſe beiſammen ſaßen. Sie erhoben damals eine ſchwere Anklage gegen mich. Neun Jahre ſind ſeitdem verfloſſen, und ſowohl Sie als ich haben eine ganz verſchiedene Anſicht vom Leben bekommen. Das einzige Unveränderliche hier in der Welt ſind unſere Gefühle.

Auch an ihrer Beſtändigkeit zweifle ich, ſagte Helena;ſie wechſeln und verändern ihre Farbe mit einer Leichtigkeit die mich beunruhigt.

Die innigen und wirklichen Gefühle nicht, ſon⸗ dern nur die erkünſtelten.

Und welche ſind die wirklichen?

Einer Mutter Gefühl der Liebe zu ihrem Kind verändert ſich nie, ebenſowenig das Gefühl der Liebe und Bewunderung das eine hochſinnige Frau einflößt.

Dieſelbe Frau die dem Einen hochſinnig er⸗ ſcheint, iſt in den Augen eines Andern ſchwach. Das einzige Beſtändige im Leben iſt die Unbeſtändigkeit.

e glauben alſo nicht an die Beſtändigkeit der iebe? Doch, wenn ſie wirklich iſt; aber wir nehmen ſo oft die Hinreißung des Augenblicks für Liebe. Wir verwechſeln ſo leicht das Falſche und das

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