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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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nem Kummer hingäbeſt. Du läſſeſt Dich ausſchließ⸗ lich von ihm beherrſchen, und das iſt nicht recht von einer chriſtlichen Perſon, die ſich mit Ergebung und Geduld unter die Prüfung beugen ſoll. Du biſt noch jung und haſt viel wofür Du leben kannſt.“

„Nicht viel, Onkel; aber ich muß leben weil es Gottes Wille iſt, und ohne Murren, ohne Klage werde ich künftig wie bisher meinen Verluſt ertragen, voll⸗ kommen überzeugt daß Gott, wenn er mich würdig gefunden hätte mein Kind zu behalten, es auch am Leben erhalten haben würde. Ich beuge mich un⸗ ter Seinen Willen.“

„Ja, Du beugeſt Dich, aber Du gibſt Dir keine Mühe um Dich wieder aufzurichten.“

„Dazu fehlt es mir an Kraſt.“ Einige Thränen rollten ihre Wangen hinab.

„Das wirſt Du nicht thun, wenn Du bedeniſt wie viele Pflichten als Gattin Du noch zu erfül⸗ len haſt.“

„Ich werde ſie zu erfüllen verſuchen. Wenn ich nicht kann, ſo geſchieht es nicht aus Mangel an gu⸗ tem Willen, ſondern an Vermögen.“

„Du haſt einen falſchen Weg betreten. Du biſt demüthig; aber eine unthätige Demuth iſt nicht die rechte. Schaue Dich um und betrachte Deine gegen⸗ wärtige Stellung. Du haſt einen Männ allerdings ſchwach, eitel und thöricht, aber wenn Du mit die⸗ ſer Gleichgiltigkeit fortfährſt Dich in ſeinen Willen zu fügen, ſo wird er den Eindruck vergeſſen welchen der Verluſt ſeines Vaters und Kindes auf ihn ge⸗ macht hat, und bei ſeiner Ankunft wird e r⸗ ſchwenderiſche Lebensart wieder annehmet

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