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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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und Ueberlegung aus, ein deutlicher Beweis daß der Kummer ſie zu tiefen und ernſten Betrachtungen ihres Lebens geführt hatte. Wir brauchen wohl nicht zu ſagen daß dieſe Frau Helena war. Etwas uber ein Jahr war verfloſſen ſeit ſie ihr Kind ver⸗ loren. Sie hatte dieſen Sommer auf Löda bei Kerners zugebracht, während Graf Rubens ſich mit ſeiner neuvermählten Tochter im Ausland aufhielt.

Evert war von ſeiner Reiſe ins Ausland noch nicht zurückgekehrt, weil er auf die Nachricht vom Tode ſeines Vaters und Kindes erkrankt und nach ſeiner Geneſung gezwungen worden war eine Reiſe nach Italien zu machen, um ſeine ſchwache Geſund⸗ heit vollkommen wieder herzuſtellen..

Helena war dermaßen in Betrachtungen des Himmels verſunken, daß ſie das Getöne herannahen⸗ der Tritte nicht hörte. Sie fuhr zuſammen als eine klangvolle Mannsſtimme ſagte:

„Helena, ich bringe Briefe mit, deßhalb habe ich Dich aufgeſucht.“

Helena wandte ſich gegen den Redner um.

„Ach, wie gut Du biſt, Onkel Oscar! Von

Evert, iſts nicht ſo?“

„Ja, ſo iſts.“

Graf Oscar warf ſich ein Stück von Helena ins Gras und überreichte ihr den Brief. Er fuhr fort:

„Um aufrichtig zu ſein, habe ich Dich nicht darum aufgeſucht, ſondern um einige freundſchaftliche Worte zu Dir zu ſagen.“ „Du biſt mir immer ein ſo gütiger Freund ge⸗ Onkel.“— Helena reichte ihm die Hand. rſcheint als ob Du Dich gar zu ſehr Dei⸗