dadurch den Tod Deines Vaters verſchuldet; aber das iſt noch nicht Alles. Du haſt kein Kind mehr und wirſt vermuthlich auch Deine Frau verlieren; denn zu Boden gedrückt von Kummer und Gram, liegt ſie gefährlich krank darnieder. Wenn noch ein Funke von Ehre und Menſchlichkeit in Deiner Bruſt vor⸗ handen iſt, ſo halte ein auf Deiner erbärmlichen Bahn und ſeze eine Lebensweiſe nicht fort die ſo vielen Kummer verſchuldet und ſo grenzenloſe Opfer gekoſtet hat. Du hätteſt der Stolz Deines Vaters und das Glück Deiner Gattin ſein können, wenn Du nicht einer maßloſen Begierde nach Schmeiche⸗ leien von Thoren Alles geopfert hätteſt was ein rechtſchaffener Mann als heilig betrachtet. Sieh zu daß Du die Worte Deines verſtorbenen Vaters in Deinem Herzen bewahrſt, und hüte Dich wohl zu vergeſſen wie viel Dein Leichtſinn Deine Frau ge⸗ koſtet hat, denn ſonſt könnte ich Luſt bekommen Dich kräftiger daran zu erinnern. Uno Kerner.“
Ein Jahr ſpäter.
Die Septemberſonne ſchien mild über das Gut Löda herab. An einem Abhang des Parkes lag eine junge Frau und blickte wehmüthig träumend den eilenden Wolken nach. In den bleichen Zügen ſtand ein hoher Grad von Ergebung zu leſen, und man ſah daß ſie aufgehört hatte etwas ve Welt zu hoffen. Der Blick drückte Nachde


