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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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über die Schlechtigkeit ſeines Sohnes ſtarb. Die arme Helena fühlte dieſen tiefen Schmerz und der Verluſt des rechtſchaffenen alten Schwiegervaters wurde durch dieß Bewußtſein noch bitterer gemacht. Wie brünſtig und glühend war nicht das Gebet das ſie emporſandte, als ſie an der Seite des Abgeſchie⸗ denen kniete! Sie lag noch da, als Ingrid die Thüre öffnete und ſich ihr näherte.

„Der kleine Elon iſt nicht recht wohl,“ ſagte das Mädchen mit bebender Stimme.

Helena fuhr empor.

Einige Augenblicke ſpäter ſaß ſie wieder an einem Krankenlager, und dießmal am Bette ihres Kindes. Athemlos vor Schmerz und Verzweiflung lauſchte ſie ſeinen kurzen Athemzügen und befühlte die heiße Stirne.

„Elon Kopfweh,“ ſtammelte der Junge, indem er die Arme nach der Mutter ausſtreckte. Eine Stunde ſpäter kam der Arzt. Der Junge hatte das Scharlachfieber.

Welche Zeit entſezlicher Angſt für die arme He⸗ lena! Alles meinte ſie geduldig ertragen zu können, Allem wollte ſie ſich unterwerfen, wenn ſie nur ihr Kind behalten durfte. Aber während ſie ſo innig zu Gott flehte daß er ihren Liebling nicht von ihr nehmen möchte, beugte ſich ihr Herz demüthig unter den Willen des Höchſten und ſie dachte:„Vater, nicht mein Wille geſchehe, ſondern der Deinige!“ Und der Höchſte nahm den kleinen Clon von dieſem Leben und ſchloß ihn in ſeine Vaterarme. Der Medicinalrath war noch nicht eehe als