ſehen daß ich ein Recht habe hier im Hauſe Gehor⸗ ſam zu erwarten.“
Herr Jonathan überreichte den Schuldſchein dem Medicinalrath, der eine Weile die Unterſchrift be⸗ trachtete und darauf mit einem erkünſtelten Lächeln ſagte:
„Ich danke Ihnen, mein Herr, Alles iſt ſo wie ich vermuthete.“
Jonathan verbeugte ſich und verließ das Zimmer.
Einige Secunden lang währte eine unheimliche Stille, während welcher der alte Herr Helena mit einem ſowohl ſchmerzlichen als ſtrengen Ausdruck betrachtete. Sie ſtand geſenkten Blickes und todten⸗ blaß vor ihm. Endlich ergriff der Greis ihren Arm und ſagte:
„Ich habe Dir ein Paar Worte unter vier Augen zu ſagen; begleite mich zu Deinem Kinde hinein.“
Helena ſah ihren Schwiegervater mit einem ſo angſtvollen Blicke an als hätte ſie um Schonung flehen wollen. Aber der Greis ſchien kein Gefühl dafür zu haben und beide verließen das Zimmer.
Uno hatte ſich fern gehalten um die Bitterkeit ihres Schmerzes nicht durch ſeine Anweſenheit noch zu erhöhen.
Als Helena und ihr Schwiegervater ins Cabinet gekommen waren, machte der Greis die Thüre zu und ging, ohne ein Wort zu ſagen, zu Ingrid vor, die am Fenſter ſaß und mit dem kleinen Elon ſpielte. Dann nahm er den Jungen auf den Arm und machte eine wegweiſende Geberde gegen Ingrid, die ſoglei das Zimmer verließ. 5 6


