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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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Eitle, wie der Trinker, immer begehrlicher wird, je mehr er genießt? Der Eitle gleicht auch dem Spie⸗ ler, mit dem Unterſchied daß der Einſaz des erſten immer aus Gold beſteht, der Gewinn aber immer nur aus leeren Schmeicheleien; aber, wie der Spie⸗ ler, opfert er Alles in der Hoffnung zu ge⸗ winnen.“

„Was Sie ſagen iſt wahr, aber Ochard iſt kein ſolcher Spieler mehr. Er hat Schmeicheleien genug gewonnen, um ohne Kummer das Blatt umwenden und ehrgeizig werden zu können.“

„Ehrgeizig? Noch iſt er nicht auf dem Punkt angelangt daß er ſich für eine zukünftige Ehre den Beifall des Augenblicks verſagen könnte. Dazu ſind bitterere Erfahrungen aus der Schule des Lebens erforderlich.“

„Nein, dazu iſt bloß erforderlich daß er mich und ſein Kind liebe— und das thut er,“ fügte Helena mild hinzu; aber über ihr Herz legte ſich die kummervolle Ahnung eines großen Schmerzes der

ihr noch bevorſtehe.

Jezt kam Ingrid und meldete einen Herrn Jo⸗ nathan aus Hamburg, der ſoeben angelangt ſei und um eine Beſprechung mit Ihro Gnaden bitte.

Helena und Uno gingen ins Haus hinauf. Im kleinen Salon trafen ſie einen Mann von mittleren Jahren deſſen Züge den Juden verkündeten.

Herr Jonathan verbeugte ſich höflich vor den

Eintretenden.

ſch bitte um Entſchuldigung daß ich Euer Gna⸗ er der Herr Aſſeſſor gab mir die Er⸗ i ſeiner Frau einzufinden.“