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wohin Ingrid ihn gewieſen hatte. Nachdem er He⸗ lena mit der früheren Herzlichkeit begrüßt hatte, ſagte er:
„Verzeihen Sie daß ich Sie ſtöre! Aber ich muß mit Ihnen wegen eines Beſuches reden den Ihr Abgeſandter mir in Ihrem Namen gemacht hat. Daß der Auftrag nicht von Evert herkam, ſehe ich recht wohl ein, weil die Schuld erſt in fünf Jahren verfällt. Evert bat mich bei ſeiner Abreiſe die Wechſel nur ihm ſelbſt zu übergeben, weil er wünſchte daß Sie von dieſer Schuld nichts erfahren ſollten. Wie Sie Kenntniß davon erhalten haben, weiß ich nicht, und nach meinem Verſprechen gegen Evert glaube ich auch kein Recht zu beſizen eine Bezah⸗ lung von Ihnen anzunehmen.“
„Aber wenn ich von ihm Auſtrag erhalten habe es zu thun, ſo werden Sie ſich doch nicht wider⸗ ſezen?“
„Wenn wirklich Evert es wäre der ſich mit eige⸗
nen Mitteln hei mir ſchuldfrei machen wollte, dann hätte ich kein Recht mich dagegen aufzulehnen. Aber wenn Sie mit Aufopferung Ihres Privatvermögens und der Erbſchaft Ihres Kindes die Schuld über⸗ nehmen wollen, dann dürfen Sie wohl geſtatten daß ich mich weigere.“
„Das womit ich Everts Schulden einlöste wird mein Kind nicht um ſein Erbe berauben,“ antwortete Helena mit einem leichten Erröthen;„aber wenn es auch ſo wäre, was jedoch nicht der Fall iſt, ſo halte ich es für meine und meines Sohnes Pflicht ein
Opfer zu bringen, das meinem Gatten und dem
Pater meines Kindes zu Gute kommt.“
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