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der Greis gehörte der alten Schule an und nahm es
mit Ehrenſachen ſtreng. Aber ſie ſelbſt war nunmehr bedeutend ärmer geworden, und konnte überdieß, in Folge des Scheines von Gleichgiltigkeit der auf ſie fiel, einen großen Theil der Achtung ihres Schwie⸗ gervaters verlieren.
Nachdem ſie dieſen Brief abgeſchickt hatte, beauf⸗ tragte ſie den Kaufmann, Everts Schuldſcheine gegen⸗ über Uno Kerner einzulöſen, erhielt jedoch die Ant⸗ wort, der Graf habe die Schuldſcheine ſeinem Agen⸗ ten abgenommen, mit dem Bemerfen daß er die Sache ſelbſt beſorgen wolle.
Helena ſchrieb jezt an Uno und bat ihn um ſei⸗ nen Beſuch, aber der Graf war verreist, und ſie mußte nach Eichholm zurückkehren, ohne in der Sache einen weitern Schritt thun zu können.
Alles was jezt noch von ihrem Vermögen übrig blieb, außer den 20000 Reichsthalern welche Helena für ihr Kind aufbewahrte, belief ſich auf 8000 Reichsthaler.
Einen Monat ſpäter kehrte Uno in die Haupt⸗ ſtadt zurück, wo ſogleich Helenas Bevollmächtigter kam, um die Schuldſcheine einzulöſen; aber Uno ant⸗ wortete, er wolle zuerſt mit Frau Ochard ſprechen, und fuhr noch am ſelben Mittag nach Eichholm hinaus.
Es war eit ſchöner Julimittag, und Helena ver⸗ brachte ihn mit ihrem Kinde in der freien Luft.
Das Leben das ſie auf Eichholm führte, war höchſt eingezogen. Uno traf ſie in dem kleinen Park


