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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
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[Giessen] [2025]
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lich iſt, was ich zu bezweifeln anfange, weil er zwei⸗ mal von dem Grafen Uno Kerner Geld entlehnt hat und ihm 10000 Reichsthaler ſchuldet.“

„Alles das und vieles Andere hat mich unruhig gemacht; deßhalb frage ich jezt Dich, liebe Tochter, wie es mit meinem Sohne ſteht. Hat er das ganze Vermögen das Du ihm zubrachteſt vergeudet und muß ich ihn für einen unredlichen Menſchen halten?

„Es würde mich grauſam ſchmerzen in mein Grab mit der Gewißheit ſteigen zu müſſen daß mein einziger Sohn ein Menſch ohne Ehre, ein eitler und leichtſinniger Verſchwender ſei, der, um ſeine Prachtliebe und Vergnügungsſucht zu befriedigen Weib, Kind und Geſchwiſter ins Verderben ſtürze.

„Hätte meine Geſundheit es geſtattet, ſo würde ich mich ſelbſt bei Dir eingeſtellt haben, um eine auf⸗ richtige Antwort auf dieſe betrübten Fragen zu erhalten.

„Dein liebevoller Schwiegervater „Eyert von Ocharb.“ Helena wurde gänzlich betäubt durch den neuen Schlag der ſie getroffen. Sie, die ſich mit ſo großer Freude dem Gedanken hingegeben hatte daß ihr Mann noch einen kleinen Reſt von Vermögen beſize; ſie, die geglaubt hatte daß er ſeine Schulden richtig

angegeben, ſie ſah jezt eine neue Liſte von ſolchen und, was noch das Allerſchlimmſte war, dieſe Un⸗ 6

redlichkeit gegen arme Schweſtern, die er u ihr kleines Beſizthum beſtohlen, nachdem der V ihm

das Geld mit vollem Vertrauen auf die Ehre und

te.

Redlichkeit ſeines Sohnes anvertrau