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wendigkeit nachzugeben und ſein Theuerſtes aufzu⸗ opfern bei einem Manne ſeines Schlags natürlich hervorgerufen wurde.
Am folgenden Morgen fuhr Helena in aller Frühe aus. Sie begab ſich zu dem Kaufmann der ihr Geld hatte und erhob bei ihm einen Theil des Capitals, womit Cvert die verfallenen Wechſel ein⸗ löste und die Lieferanten zufrieden ſtellte. Mit dieſer Maßregel war jedoch Evert noch lange nicht zufrieden, denn er hatte nur die Wechſel einzulöſen und den Lieferanten eine Abbezahlung zu machen gewünſcht, mit dem Reſt des Geldes jedoch ſeiner Eitelteit noch einige genußreiche Augenblicke zu ver⸗ ſchaffen gehofft. Da jedoch Helena in dieſem Punkte unerbittlich war und blieb, ſo mußte er, wiewohl mit Gram im Herzen, ſich darein fügen.
Zu Anfang Mais unternahm Evert ſeine aus⸗ ländiſche Reiſe, nachdem er ſeiner Frau ein kaltes Lebewohl geſagt.
So war alſo Helena allein gelaſſen mit dem Verſprechen das ſie ihrem Mann gegeben hatte, daß bei ſeiner Rückkehr Alles ſo abgemacht ſein ſolle daß er keine Schulden mehr habe und fortwährend als vermöglicher Mann gelte. Mit bewundernswürdiger Geiſtesgegenwart und raſcher Auffaſſung des Noihz wendigen griff Helena das Werk an.
Ihre erſte Maßregel war daß ſie bei dem Groß⸗ händler 20000 Reichsthaler von dem Capital auf Rechnung ihres Sohnes deponirte und dieſe Summe unantaſtbar machte. Sodann verkaufte ſie das Haus, und zwar mit einem Nuzen von 10000 Reichsthalern. Dieſer Gewinn erlaubte ihr mit Hoffnung und Zu⸗


