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ben.“— Sie fügte zärtlich hinzu:„Für was lebe ich denn, außer für Dich und mein Kind? Ihr Beide ſeid ja meine ganze Welt!“ Es war unmöglich bei dieſer Stimme, bei die⸗ ſem liebevollen Ausdruck ungerührt zu bleiben. Evert ſagte daher, als er ihrem milben, ſeelenvollen Blick 3 begegnete: „Helena, ich will auf Dich hören.“ 1 Es wäre überflüſſig wortgetreu zu erzählen was ſie ſagte. Ihre milden Worte bewieſen daß ſie Hoff⸗ nung hegte ihm aus der Noth helfen zu können. Sie zeigte ihm die Nothwendigkeit ſpäter ein ganz anderes Leben zu führen. Mit der Wärme der 3 Ueberzeugung ſtellte ſie ihm vor daß er jezt in dem
Alter angekommen ſei wo die Eitelkeit einem edlen Ehrgeiz Plaz zu machen habe; daß er ſich für die Zukunft zum Lebensziel ſezen müſſe nicht mit Din⸗ gen zu glänzen die an und für ſich ohne allen Werth ſeien, ſondern ein wirklich nüzlicher Menſch zu wer⸗ den. Evert hörte ſie mit umwölkter Stirne an, aber er hörte doch. Auf ſeine Einwendung daß er ſeine Lebensart nicht ändern könne ohne daß die Welt den wahren Grund ahne, und baß er dieſe Demü⸗ thigung nicht zu ertragen vermöchte, antwortete belena, es gebe ein Mittel hier abzuhelfen. Er olle ja in den Sommermonaten auf Staatskoſten ine Reiſe ins Ausland machen. Inzwiſchen wolle ſie ſeine Schulden bezahlen, aber unter der Bedin⸗ gung daß er ihr die Vollmacht ertheile in ſeinem Namen zu handeln. Sie beſprachen ſich lange in die Nacht hinein. Sie mit Zärtlichkeit und Ver⸗ ſtand; er mit der Bitterkeit welche durch die Noth⸗


