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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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„Ja, ich entſinne mich recht gut. Ich fand ihn

häßlich, ungemüthlich und boshaſt.“

„So ungefähr äußerteſt Du Dich; aber jezt— wie findeſt Du ihn jezt?“

„Schön, liebenswürdig und gutmüthig.“

„Du kannſt ihn alſo wohl leiden?“

„Warte ein wenig, Helena.“ Ebba ſezte ſich im Bette auf, legte ihren Arm um Helenas Hals und fuhr fort:„Ob ich ihn leiden könne, fragteſt Du? Ja ſehr. Wenn er fort iſt, kommt es mir weniger angenehm vor. Wenn er mit mir ſpricht, ſo bin ich heiter und guter Dinge. Ach, Helenä, ich liebe ihn weit mehr als Magiſter Dahl, Henricd und Andere. Geht es Dir nicht auch ſo?“

„Rein, liebe Ebba, das nicht. Henrico hat etwas Edleres und Ernſteres, Dahl iſt ſanfter und geiſtreicher.“

„Mag wohl ſein; aber da ich ſelbſt viele Fehler habe, ſo gefallen mir diejenigen am beſten die nicht ganz vollkommen ſind.— Sage, Helena, was glaubſt Du daß er von mir denke?“

„Er findet, Du ſeieſt ein liebenswürdiges Kind.“

„Kind!— O, mit ſechzehn Jahren iſt man kein Kind, wenn man confirmirt iſt.— Nein, Helena, er kann mich nicht für ein Kind anſehen.“

„Aber er thut es dennoch, Ebba. Wenn er Dich mit ſo großer Freundlichteit bevorzugt, ſo kommt dieß bloß daher, weil er glaubt, Du gehöreſt noch der Kindheit an.“

„Aber Alma iſt ein Jahr jünger als ich, und gegen ſie iſt er nicht wie gegen mich.“