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„Warum nicht?“— Helena warf dieſe Frage mit einem eigenthümlich herausfordernden Tone hin..
„Darum weil ich eine ſolche Monſtroſität nicht begreifen kann.“
„Dann ſind Sie auch nicht berechtigt ein Urtheil darüber zu fällen. Was man mit dem Verſtand nicht begreifen kann, das kann man auch nicht be⸗ urtheilen. Sie ſind alſo verwerflich.“
„Wenn es ſich ſo verhält, ſo beſteht ja zwiſchen uns Etwas was man Antipathie nennt.“
„Sie haben Recht.“
Ein Bedienter kam mit dem Poſtfelleiſen. Graf Oscar öffnete es und übergab Helena zwei Briefe⸗
„Von Deinem Bräutigam und von Emy,“ ſagte er.
Helena nahm ſie und entfernte ſich.
Während des übrigen Abends beſchäftigte ich Uno beinahe ausſchließlich mit Ebba, die außer⸗ ordentlich einnehmend war, und Uno ſchien auch ein⸗ genommen zu ſein.
Sonderbar genug fand Helena, die mit wach⸗ ſamem Mutterauge Ebba und Uno beobachtete, gleichwohl in ſeinem Benehmen Etwas was bei ihr die Ueberzeugung hervorrief daß er ſich in Ebbas Geſellſchaft bloß amüſiren wolle, daß ſie aber in ſeiner Bruſt nicht dieſelben Gef fühle geweckt habe wie er in der ihrigen.
Eines Abends, einige Wochen nach der Abreiſe
des Grafen Rubens, ſaß Helena am Rande von
Ebbas Bett, als dieje ſich gelegt hatte.. „Sage mir, Ebba, wie findeſt Du Uno jezt?
Erinnerſt Du Dich wie ſchlecht er Dir beim erſten
Anblick gefiel?“


