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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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53 5 eingeladen, und Emy hatte dieß Anerbieten mit Freuden angenommen. 5

Acht Tage nach Helenas Unterhaltung mit Evert und ihrem ſeierlichen Verſprechen daß die Hochzeit im Oetober gefeiert werden ſolle, einem Verſprechen das ſie der Gräfin Emy mitgetheilt hatle und, troz aller Einwendungen von Seite ihrer Pflegemutter, zu erfüllen feſt entſchloſſen war, finden wir Graf Rubens und ſeine ganze Familie, Helena mit ein⸗ gerechnet, auf Löda. Es iſt der Abend bevor der Graf und die Gräfin nach der Hauptſtadt abfahren, und wir finden Emy und Helena allein in einem kleinen Cabinet ſizend.

„Meine geliebte Helena,“ ſagte die Gräfin,„ich werde jezt zum erſten Mal ſeit ich Mutter bin meine Kinder auf längere Zeit verlaſſen, und mit einem wahren Gefühl der Beklommenheit trenne ich mich von ihnen, beſonders von Ebba. Sie befindet ſich in dem Alter wo man einer zärtlichen Mutter ſo ſehr bedarf. Helena, ich vertraue ſie Deiner Pflege an; wache in dieſen Monaten über ſie wie ich ſelbſt thun würde, und wenn Du mich liebſt, ſo ſorge dafür daß ich meinen Liebling gleich heiter und blühend wiederſehe. Arthur iſt noch ein Kind, aber Ebba iſt jezt eine Jungfrau; ſie ſteht in den Jah⸗ ren wo das Herz leicht Eindrücke aufnimmt, leicht ſich hinreißen läßt und leicht eine unheilbare Wunde empfängt.“

„Sei ruhig, liebe Tante, ich werde über Beide wachen, und zwar ſo treu daß ich mich zu ihrem Gewiſſensrathe, zur Vertrauten ihres Herzens mache; dieß iſt nicht ſchwer, denn ich bin ja beinähe ein