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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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ich Dir beim Andenken meiner Mutter daß ich das Verſprechen nie zurücknehmen werde das ich Dir jezt gegeben habe.“ „Dank, Engel!“ Eine Eigenheit aller poetiſchen Naturen i ſie oft große Mißgriffe in Betreff ihrer eige fühle begehen und die Eindrücke des Augen für Alles gelten laſſen. Spricht man nur zu ih Phantaſie, ſo glauben ſie ſogleich daß die Saiten des Herzens angeſchlagen ſeien. Erwecket ihr Mit⸗ leid, ihren Edelmuth, ſo iſt euer Sieg gewiß. Dieſe Kinder augenblicklicher Hingebung können in der Jugend niemals den Gehalt ihrer Gefühle analyſi⸗ ren, weil die Phantaſie ſo oft die Stelle derſelben einnimmt und die eingebildeten Eindrücke ebenſo, lebhaft ſind wie die wirklichen. Dazu kommt daß ſie zuweilen ſich ſelbſt für etwas ganz Anderes hal⸗ ten als ſie ſind, und daß ſie ſich von ihrem Charat⸗ ter ein ganz eigenes Bild machen das ihm durch⸗ aus nicht gleich iſt. Da Helena von Kindheit auf beſtändig bemüht geweſen ſich zu beherrſchen, ſo war es ihr auch gelungen manche Uebertreibung in ihrer Gemüthsärt zu überwinden, manches heftige und aufflammende Gefühl niederzukämpfen, und in Folge deſſen glaubte ſie auch eine vollkommene Herrſchaft über ihr Herz zu beſizen, ſo daß es niemals heftiger für Jemand ſchlagen würde als ihre Vernunft es billigte. Die beſonnene Maßhaltung, welche ſie ſich durch die tägliche Anſtrengung alle Ausbrüche zu bekämpfen erworben hatte, betrachtete ſie als einen Beweis dafür daß ſie niemals Eindrücke von ſtarker und

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