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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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er wie wollen Sie denn ihr Wegbleiben rühſtück ſonſt nennen?“

Emy ſchwieg. Sie konnte nicht mit Recht leug⸗ nen daß Helena ihr ſeit ein Paar Tagen launiſch vorgekommen war.

„Durfte ſie ſo böſe auf mich ſein daß ſie ſich deßhalb in ihr Zimmer einſchließt?“

„Ich glaube nicht daß dieß die Urſache war, ſondern vielmehr daß ſie ſich durch Deine Bemer⸗ kungen und die Bitterkeit womit Du ſie ausſprachſt verlezt fühlte.“

„Der Fehler muß immer auf meiner Seite ſein.“

„Evert, ich wiederhole was ich ſchon mehrere Male geſagt habe, du mußt Helena kennen lernen, bevor ihr eure Schickſale vereiniget.“

„Meine gnädige Tante,“ erklärte Evert beſtimmt, „entweder müſſen Helena und ich auf den Herbſt

Gatten werden oder niemals.“— Damit entfernte

er ſich von der Gräfin.

Emy ſaß gedankenvoll da und ſchaute ihm nach. Und Uno, der das Geſpräch belauſcht hatte, dachte: „Ein armer Kerl der verrückt genug iſt dieſes geniale Mädchen zu heirathen! Er wird ſein Glück theuer genug bezahlen müſſen.“

Während Emy ſich darüber beſann was wohl das Klügſte, Evert darüber wie höchſt nothwendig ſeine baldige Vermählung mit Helena ſei, und Uno ſich Glück wünſchte daß er ſich nicht an Everts Stelle befand, ſaß der Gegenſtand all dieſes Mißvergnügens und Tadels am Krankenbett der alten Haushälterin und half Lotte ihr Blutigel an die Bruſt zu ſezen;