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Fenſter und ſah eine Dame im vollen Galopp hin⸗ wegſprengen.
„Wer mag es ſein?“ dachte er und blieb am Fenſter ſtehen.„Es iſt erſt ſieben Uhr und der Tanz hörte nicht vor drei Uhr auf, folglich kann es keine aus dem Hauſe ſein, denn ſie werden wohl Alle noch ſchlafen.“
Der Graf verſuchte wieder einzuſchlafen, aber als dieß nicht gelingen wollte, ſtand er endlich auf, kleidete ſich an und ging in den Stall hinab, um ſich ein Pferd ſatteln zu laſſen. Eine Weile nachher galoppirte er auf demſelben Weg den die Reiterin vor einer Stunde eingeſchlagen hatte, während er dachte:
„Ich möchte doch wiſſen wer die Amazone war die ſo früh am Morgen ganz allein ausritt. Ver⸗ muthlich eine Dame von dieſem Gute da(er kam jezt an einem Hofe vorbei der Lundagard hieß). In dieſem Fall muß ich ihr nothwendig begegnen, wenn ſie umkehrt.“— Er hielt ſein Pferd an und ließ es ganz gewöhnlich gehen.
„Die Menſchen ſind doch recht ſonderbare Ge⸗ ſchöpfe,“ fuhr er in ſeinen Gedanken fort.„Eine ſe fremde Perſon reizt unſere Neugierde, wenn ie nur in einer ungewöhnlichen Art und Weiſe auf⸗ tritt. So iſt es jezt mit mir. Ich ſehe eine unbe⸗ kannte Dame auf einem ſchönen Pferd an meinem Fenſter vorbeireiten, und ſogleich will ich wiſſen wer ſie iſt und wie ſie ausſieht, ohne mich von einem andern Intereſſe als meiner Neugierde leiten zu laſſen.“
Mitten unter ſeinem Wonolog hörte Uno Huf⸗


