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Küchenbau. Es war ſo früh daß Alles auf Holm⸗
vit noch ſchlief. Sie ging in ein Zimmer der Küche
gegenüber. Als ſie eintrat, ſchlug ein winſelnder
Ton an ihre Ohren. Er kam von einem alten
Weib das im Bette lag. Helena trat zu der
Kranken, beugte ſich zu ihr hinab und fragte „Wie ſteht es mit Dir, Greta?“
„Gott ſegne Sie, Fräulein Helena, daß Sie früh
und ſpät nach einer armen Perſon ſehen. Die Nacht iſt ſchlimm geweſen; aber wenn ich Sie ſehen darf, ſo vergeſſe ich immer meine Schmerzen.“
„Hat Lotte heute Nacht recht nach Dir geſehen und Dir ordentlich eingegeben?“
„Ja, das hat ſie allerdings; aber meine Schmer⸗ zen ſind gleich ſtark; es ſizt ſo hart in der Bruſt.“
„Glaubſt Du daß Du heute ſchlimmer wirſt?“
„Ja,“ ſtammelte die Kranke, die mit großer Mühe ſprach.
„Dann wollen wir den Doctor holen laſſen. Ich verſprach Deiner Tochter daß Du mit Gottes Hilfe wieder geſund werden ſolleſt, als ſie ſo ſehr in Ver⸗ zweiflung war daß ſie Dich verlaſſen müſſe und ihre alte Mutter nicht ſelbſt verpflegen dürfe. Ich will mein Wort halten. Ich will jetzt ſelbſt zum Doctor reiten, bin aber bald wieder hier.“— Helena nickte der Alten freundlich zu und verließ das Zimmer. Dann ging ſie in den Stall hinab.
ſon,“ ſagte ſie zu einem der Knechte. „Soll Friedrich mitreiten?“ fragte Anderſon. Nein, es iſt überflüſſig.“
öige Augenblicte ſpater bfncte Graf Uno das
„Sei ſo gut und ſattle mein Reitpferd, Ander⸗


