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ſer kalte Ausdruck nicht gemildert wurde, als ſie fand daß Uno ihr Gegentänzer war, daß ſein Anblick auch nicht beruhigend auf all die bittern Gefühle wirkte die ſie beherrſchten, läßt ſich leicht begreifen, wenn man bedenkt daß gerade ſein Angriff gegen ſie dieſelben
hervorgerufen hatte.
Während des ganzen Tanzes hatten Helenas Bewegungen nicht jene hinreißende, beſcheidene An⸗ muth welche ſie ſonſt auszeichnete. Sie trug ihren Kopf hoch. Ein Zug unbeugſamen Stolzes ſprach ſich in all ihren Bewegungen aus. Nicht ein ein⸗ ziges Mal heftete ſie ihre Augen auf den Grafen, und als er während des Tanzes einige Worte zu ihr ſagte, ließ ſie ihre Antwort nur aus einem Kopf⸗ nicken beſtehen, aber über ihre Lippen kam kein Wort. Als der Tanz vorüber war und Cvert ſie zu einem Stuhl führte, ſagte ſie beinahe heftig:
„Warum ſagteſt Du mir nicht daß der Graf unſer vis à vis ſein würde? Wenn ich das gewußt hätte, ſo hätte ich nicht getanzt.“
„Aber mein Gott, Helena, was fällt Dir denn ein?“ rief Evert und ſah ſie verwundert an. So hatte er ſie nie geſehen.
„Ach verzeih,“ flüſterte ſie,„ich bin heute ſehr, ſehr böſe. Ich fühle es ſelbſt.“
„Warum hätteſt Du nicht tanzen wollen, wenn der Graf gegen Dich tanzte?“
„Peil ich weil ichihn nicht ausſtehen kann!“ ſtammelte Helena.
Emy hatte auf ihre Pflegetochter Achtung gegebe und in ihrem Herzen denſelben Ausruf gethan wie Evert: Mein Gott, was fehlt dem Mädchen?—


