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eine Röthe des Verdruſſes, und ſeine Stimme ſchwankte, als er zu ihr ſagte:
„Du weigerſt Dich wohl auch wenn ich Dich um einen Tanz bitte?“
Helena antwortete freundlich:
„Nein, Evert, das thue ich gewiß nicht.“ Damit richtete ſie ſich auf, wiſchte ihre Thränen ab und reichte ihrem Bräutigam die Hand.
„Du biſt ſehr gut. Ich habe wirklich nicht ſo viel Nachgiebigkeit von Dir gegen eine ſo unbedeu⸗ tende Perſon erwartet wie ich bin.“
„Wozu dieſer Hohn, Evert?“
„Hohn? Meine Liebe, die Wahrheit iſt doch wohl kein Hohn? Aber laß uns abbrechen. Man ſpielt bereits, und wir dürfen die Andern nicht warten laſſen, während wir unſere zärtlichen Gefühle aus⸗ tauſchen.“— Evert lachte ſpöttiſch.
Helena fühlte ſich von ſeinen Worten verlezt. Ihr ganzes Innere war von eitel bittern Gefühlen erfüllt, und in dieſem Augenblick beſaß ſie ganz und gar nichts von der milden Verträglichkeit welche den Grundton ihres Characters bildete. Bittere und kalte Worte ſchwebten ihr auf den Lippen, aber ſie hielt ſie durch eine gewaltſame Anſtrengung zurück. Nie war Helena von unangenehmeren Eindrücken be⸗ herrſcht worden, nie war eine ſo heftige und gewalt⸗ ſame Erſchütterung über ihr ſanftes, kiebendes Herz gekommen. Sie hätte über ſich ſelbſt weinen mögen, ſo verändert kam ſie ſich vor, aber der Stolz hielt ihre Thränen zurück, und mit flammenden Wangen
und einem beinahe abſtoßenden Ausdruck in ihrem
Geſichte trat ſie in den Tanzſaal hinaus. Daß die⸗


