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„Mein liebes Kind, wir waren noch mehr.“
„Möglich, aber wenigſtens nicht dieſelben die jezt hier ſind.“
Sappho erröthete ein wenig, lächelte aber. Uno hatte die ganze Zeit ſtille dageſtanden; jezt ſagte er: „Es iſt heute Abend Jemand zu viel da, und
darum wollen Sie nicht ſingen. Habe ich nicht Recht, Fräulein Kahn?“
„Vollkommen Recht.“
„Und wer iſt dieſer Unglückliche?“ fragte Sappho lachend..
„Ja, ſagen Sie wen Sie gern ausſchließen möch⸗ ten,“ ſagte Uno mit einem beinahe ſpöttiſchen Lä⸗ cheln, weil er glaubte daß die Frage Helena in 1* Verkegenheit bringen würde.
„Sie, Herr Graf,“ antwortete Helena ſogleich, aber mit einem gewiſſen Zittern in der Stimme.
„Mein Gott, Helena, was ſagſt Du da?“ rief der Bezirksrichter, der gegen das Ende des Ge⸗ ſprächs hereingekommen war.
„Die Wahrheit,“ antwortete Helena, indem ſie ſich entfernte.— Sappho und Uno wechſelten einen Blick. Der Bezirksrichter fand ſich veranlaßt zu Uno zu ſagen:
„Sie dürfen meine Braut nicht zu ſtrenge beur⸗ theilen, Herr Graf. Ihre Worte klingen mitunter etwas ſonderbar; aber ihre Abſicht iſt niemals eine verlezende. Im Uebrigen will ich ſie ſogleich zum Singen bereden, wenn die Fräu Gräfin und der Herr Graf es wünſchen.“ 8
„Es iſt ganz überflüſſig Helena entſchuldigen zu wolien,“ jiel Sappho lebhaft und mit einem chten
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