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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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zu, aber ihr Herz iſt durch eine maßloſe Einbildung vertrocknet, welche ſie unfähig macht ſelbſt glücklich zu ſein oder Freude um ſich zu verbreiten. Glaubſt du, Sappho, daß ihr Mann glücklich werden kann an der Seite eines Weſens das mit uns andern Menſchen nichts gemein hat, ſondern nur für Bilder aus dem Reich der Phantaſie lebt und ſchwärmt? Welches häusliche Behagen kann wohl ein Weib be⸗ reiten das für das Glück des häuslichen Lebens gar keinen Sinn hat? Wie gering muß nicht die Liebe ſein die ſie ihrem Manne zeigt, wenn ihre Seele nur von Dingen träumt welche die Wirklichkeit nicht beſizt! Nein, dieſes Genie das euch bezaubert und hinreißt, ſo daß ihr dieſe Helena als ein Wunder anſtaunt, ruft in mir nur einen qualvollen Eindruck hervor, und jedes Wort des Beifalls das ich ihrem Improviſationstalent ſchenken muß, erregt meinen Widerwillen. Wie weit hinreißender wäre ſie nicht, wenn man bei ihr die unſchuldsvolle Lebendigkeit der Jugend erblickte, ſtatt dieſes beſtändig nach Hei fall haſchenden Genies, das ſich unter einer erheu⸗ chelten Beſcheidenheit verbirgt!“

Während Uno ſprach, war Helena eingetreten, ohne daß er oder Sappho ſie bemeriten. Sie hatte ſich dem Tiſch wo Sappho ſaß genähert um ein da⸗ rauf liegendes Buch zu holen, war aber unwillkürlich einen Augenblick ſtehen geblieben, als ſie ihren Ra⸗ men nennen hörte. Ein äußerſt ſchmerzliches Gefühl regte ſich in dem jungen Mädchen, als ſie Unos ſtrenges Urtheil vernahm, und ſie trat eben einen Schritt zuruch um ſich unbemerkt von den Sprechen⸗ den hinauszuſchleichen, als Graf Arthur, der ſich auf