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trachte; ſie iſt ſehr ſchön,“ ſagte Ebba und ſchlug vor Entzücken die Hände zuſammen.
„Und gutherzig und liebenswürdig.“
„Ja, ſie iſt kein ſolcher Wildfang wie ich.— Aber Du liebſt mich ja dennoch?“ Ebba neigte ihr Köpfchen ſchief und ſah Helena an.
„Sehr, ſehr.“
„Mehr als Deinen Bräutigam?“
„Nicht mehr, aber eben ſo ſehr.“
3 Aber wie geſiel Dir jezt der garſtige no?“
„Ich fand ſein Benehmen anziehend, auch ſprach er gut und ſah gutmüthig aus.“
„Du magſt Recht haben; aber ſieh, mir gefiel er ganz und gar nicht. Ja, Helena, ich war recht böſe auf ihn und war, als ich mich legte, ſo ver⸗ ſtimmt, daß ich mich wirklich vor mir ſelbſt fürchtete.“
„Aber warum denn?“
„Das weiß ich ſelbſt nicht.“
„Sag es nur heraus.“
„Nun, Helena, er glaubte, Du habeſt ein aus⸗ wendig gelerntes Gedicht hergeſagt, als Du impro⸗ viſirteſt, und das beleidigte mich; auch hörte ich ihn gegen Henrico die Bemerkung machen daß Du ſeelenlos ausſeheſt. Pfui, was für ein garſtiger Menſch muß das ſein der ſo von Dir ſprechen kann! Seelenlos ſein heißt nicht gut ſein, und Du, Du biſt gewiß ſo gut wie nur irgend Jemand.“
„Ach, ach, liebe Ebba, jezt ſtrahlt Dein Gefühl wie⸗
der im vollen Glanz. Du biſt weit ſchlimmer daß
Du Dich über ihn ärgern kannſt, als er, der bloß
ſein Urtheil uber das Ausſehen eines Menſchen


