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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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e werden, und dieſer Wächter heißt Gottes⸗ urcht.“ Emy umarmte das junge Mädchen mit Rüh⸗ und flüſterte:„Dank, liebe Helena, für dieſe orte!“

Am folgenden Morgen kam Ebba zu Helena herein, während dieſe ihre Toilette machte.

„Nun, wie gefiel Dir Graf Uno?“ fragte Ebba. „Ich bekam Pich geſtern Abend ja gar nicht zu ſprechen, ſo daß ich beinahe nicht einſchlafen konnte, bloß weil Du mir Deine Anſicht über ihn nicht ge⸗ ſagt hatteſt.“

„Wie kindiſch Du biſt, Ebba! An ſolche Lappa⸗ lien zu denken, wenn Du einſchläfſt!“ 3

„O, ich weiß wohl was Du ſagen willſt. Du glaubſt, ich habe darüber mein Gebet vergeſſen. Nein, gewiß nicht; aber ſiehſt Du, Helena, ich weiß

nie recht was ich von einem Menſchen halten ſoll,

eſ Du mir nicht vorher Deine Meinung geſagt üſt.“

„Und doch ſind wir ſo verſchiedener Anſicht.“ „Das kommt daher daß Du Dich mehr zu ernſten, ſogar langweiligen Dingen hinneigſt, und ich nur zu Freude und Luſt. Aber ich kann mir nie einen

beſtimmten Begriff von einem Menſchen machen,

bevor ich Deine Meinung von ihm weiß. Sag jezt,

wie geſiel Dir ſein Aeußeres?“

„Nicht ſehr. Ich nöchte ihn beinahe häßlich

nennen.“ „Jo, ſchrecklich häßlich.“