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„Mit ungebuldig klopfendem Herzen habe ich auf einen Gruß von Dir warten müſſen, Geliebte mei⸗ nes Herzens.“
„Verzeih!“— Helena reichte ihm ihre Stirne zum Kuß—„aber zweifle nicht an meiner Ergeben⸗ heit und der Wärme meiner Gefühle, wenn auch mein Aeußeres kalt ſcheint. Es iſt eine Eigenheit von mir daß ich meine Empfindungen nicht in Worte kleiden kann.“
„Du kannſt nicht einmal Deinem Blick einen Ausdruck deſſen geben was in Deinem Herzen vor⸗ geht.“— Man hörte wohl daß er mißvergnügt war.
„Ich weiß nicht was meine Augen ſagen; ich weiß bloß was mein Herz empfindet.“
„Und Du biſt überzeugt daß dieſes Herz mich liebt?“
„Kannſt Du daran zweifeln?“
Everts Antwort blieb aus, denn die Ankündigung: Servirt! ließ keine Zeit dazu. Er eilte der Gräfin ſeinen Arm anzubieten und ſie zur Tafel zu begleiten.
Die ganze Familie war Nachmittags in dem ſtattlichen Pavillon verſammelt, deſſen Glasthüren aufgeſchlagen waren, und man ſaß in einem von lumendüften erfüllten und von der herrlichen Som⸗ merluft, die balſamiſche Wohlgerüche von den blü⸗ henden Linden her zuführte, durchſtrömten Salon. Durch ausgehauene Stellen im Park ſah man weit in der Ferne das blaue grenzenloſe Meer. ſpielte auf dem Clavier eine wilde Ga⸗ Emy unterhielt ſich leiſe mit dem Bezirks⸗


