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Langſamkeit und wie unſchlüſſig hereingekommen; aber als die Gräfin ſich an der Thüre zeigte, eilte ſie ihr fröhlich entgegen und ſagte mit ihrem ſanf⸗ ten ernſten Lächeln:
„Du biſt lange ausgeblieben, Tante.“
Gräfin Emy Rubens, eine ſtattliche, ſchöne Vier⸗ zigerin von guter Geſichtsfarbe und edler, ſtolzer Haltung, umarmte das Mädchen zärtlich.
„Wir wurden von Kerners aufgehalten. Aber ich ſtehe ja einem gewiſſen Herrn im Wege der mit außerordentlicher Ungeduld Dich wieder zu ſehen verlangt hat, nachdem er volle drei Tage von Dir getrennt geweſen.“
„Eine Ewigkeit für einen Bräutigam,“ fügte Graf Rubens hinzu, der ebenfalls eintrat, begleitet 6 von Ebba und einem zwölfjährigen Erben ſeines Namens.
Helena beeilte ſich den Grafen zu begrüßen und ließ den Bezirksrichter daſtehen. Endlich reichte ſie ihm, mit niedergeſchlagenen Augen und hocherröthen⸗ den Wangen, die Hand.
Der Bezirksrichter Evert von Ochard war ſeit drei Monaten mit Helena verlobt. Man betrachtete dieß mit Recht als eine Liebesheirath, wenigſtens von Seite des jungen Mädchens, da der Bezirks⸗ richter ohne alles Vermögen war.
Sohn eines alten Medicinalraths der mehrere Kinder hatte, beſaß Evert keine Ausſichten auf ein Erbe Helena dagegen war ein ſehr reiches Mäd⸗ hen und hätte ſchon mit ſiebzehn Jahren aus einer der höhern Familien einen Gatten wählen können, ober gräflichen Anbeter ſchienen dem jungen
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