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Eines eitlen Mannes Frau : Erzählung / von M. S. Schwartz ; aus dem Schwedischen von Dr. G. Fink
Entstehung
[Giessen] [2025]
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Reihen ſchneeweißer Zähne zum Vorſchein. Die Farbe war bleich, beſaß aber nicht die durchſichtige Weiße welche den Blondinen eigen iſt, ſondern ſchien weich und glatt zu ſein wie Sammt. Das Haar war dunkelbraun, beinahe ſchwarz, üppig, glatt und glänzend. Das Ganze hätte man unläugbar ſchön nennen können, aber es ruhte gleichſam ein Schat⸗ ten darüber, welcher der jugendlich ſtrahlenden Schön⸗ heit die junge Mädchen in ihrem Alter auszuzeich⸗ nen pflegt Eintrag that. Es war wie wenn eine Wolke die Sonne verdüſterte; man ſieht ihre Strah⸗ len hervorbrechen, aber die Wolke wirft gleichſam ihren Schatten über die Landſchaft, welche dadurch die glänzende Helle verliert. So ſchien es bei Helena. Man meinte, eine ſolche Wolke verfinſtere alles Leben und alles Feuer das aus dieſen Augen hätte ſtrahlen müſſen, die jezt mit einem ſo ge⸗ dankenvollen und milden Ernſte einem Rendezvous entgegenſahen. Zuweilen ſchien es als läge das Innere des jungen Mädchens noch im Schlummer und ſie ſelbſt noch nicht zum vollen Bewußtſein der in ihr wohnenden Kräfte erwacht. Leben, Gefühl und Bewegung war es was ihren Zügen fehlte, und dieſer Mangel gab ihnen oft etwas Ausdrucksvolles und Einförmiges, weil man immer denſelben Ernſt, dieſelbe Gedankenfülle, daſſelbe milde Lächeln, aber niemals eine tolle Luſtigkeit darin fand. Als der Wagen des Grafen unter dem Balcon anhielt und der reitende Cavalier ſich vom Pferde ſchwang, um der Gräfin ſeinen Arm zu bieten und ſie die Treppe hinauf zu begleiten, da erſt ging He⸗ lena in den Salon. Sie war mit einer gewiſſen