Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Eh bien, dann bin ich zufrieden.

Im nächſten Augenblick waren Alle außer Ste⸗ phana im Saale verſammelt.

Bekommen wir die Königin des Tages nicht zu ſehen? fragte der Lord den Grafen Hermann.

Ja, Sie wird wohl ſogleich kommen, antwor⸗ tete der Graf.

Jacobo näherte ſich Elina und ſagte leiſe mit ſeinem ſchönen, ernſten Lacheln:

Ich habe Dir ein Unrecht abzubitten.

Wirklich; dann gewähre ich Dir meine Ver⸗ zeihung ſchon zum Voraus.

Stephana hat mir mitgetheilt, daß Du ent⸗ ſchloſſen wäreſt, im Fall der Graf ſeine Probe nicht beſtände, ihn niemals als deinen Bruder anzuer⸗ kennen. Seine Vereinigung mit Stephana war für Dich der Maßſtab, wornach Du ſeinen Menſchen⸗ werth beurtheilen wollteſt, und dieß, Elina, beweist, daß ich Unrecht hatte, als ich in Dir eine Schau⸗ ſpielerin ohne Herz und Gefühl ſah.

Ach, mein beſter Jacobo, Du haſt vollkommen Recht gehabt, als Du nich für oberflächlich hielteſt, denn ich war eine unverbeſſerliche Thörin; aber ſiehſt Du, Stephana iſt nicht blos meine, ſondern auch meines edeln Oheims Wohlthäterin geweſen. Als er durch Unglücksfälle Alles verlor, was ſein eigen war, übertrug ſie auf ihn die Hälfte von dem, was ihr Vater ihr hinterlaſſen hatte, ſo daß das Erbe, welches Hermann nach unſeres Oheims Tode zufiel und auf das ich verzichtete, weil ich die Verwandten meines verſtorbenen Mannes beerbte, eigentlich Ste⸗ phana's Vermögen iſt. Eine Frau, welche mich mit,