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Zärtlichkeit und Wohlthaten überhäuft, ſich zur Für⸗ ſprecherin bei meiner Mutter gemacht und mir die lang verſchloſſenen Arme derſelben geöffnet hat, beſitzt ein Recht auf die edelſten und wärmſten Gefühle meines Herzens.“
Hermann hatte Elina's Worte aufmerkſam an⸗ gehört. Als ſie ſchloß, trat Stephana ein.
Allen entſchlüpfte ein Ausruf der Ueberraſchung, ſo entzückend ſchön war ſie in dem hellgrauen, mit einem hellrothen Bande beſetzten Seidenkleide und mit dem Schmuck einer hellrothen Roſette in dem dunkeln Haare.
Niemand von den Anweſenden hatte Stephana jemals anders als ſchwarz geſehen, mit Ausnahme von Hermann; aber da diefer ſie als Elin Marten⸗ ſon kannte, war ihre Erſcheinung von der gegen⸗ wärtigen ſo verſchieden, daß auch er wohl ſagen konnte, er habe ſie niemals anders vor Augen be⸗ kommen..
Er ging ihr entgegen und ſagte mit ſtrahlen⸗ dem Blick:
„Die Wittwentracht iſt verſchwunden.“
„Elins Kummer iſt durch Stephana's Seligkeit ausgetilgt,“ antwortete ſie, ihm die Stirne zum Kuß reichend.
„Geſtatten Sie mir, Sie als Gräfin Romarhjerta zu begrüßen und zu beglückwünſchen,“ ſagte Lord Charter, indem er Stephana's Hand küßte.
„Und geſtatten Sie mir, Mylord, Ihnen zu gra⸗
tuliren, daß es Ihnen gelungen iſt, Elina Wicker
in Lady Charter zu verwandeln,“ erwiederte Ste⸗ lächelnd.


