312
mein ſchwaches Herz, ſondern auch meine ganze Hoch⸗ achtung und Bewunderung gewonnen hatte, ſagen könnte: ich bin Dein.“
„Ja, nun biſt Du mein,“ flüſterte Hermann.
XXX.
Am folgenden Morgen, als man frühſtücken wollte, war der Lord der Erſte, welcher in den Speiſeſaal trat. Er ſah verdrießlich aus und warf ſich nachläſſig in einen Schaukelſtuhl.
Einen Augenblick ſpäter trat Elina ein.
Als ſie ſah, wie der Lord ſich ganz verzweifelt ſchaukelte, brach ſie in ein ſchallendes Gelächter aus und rief:
„Aber mein Gott, Mylord, ſind Sie denn nicht
unterwegs nach Stockholm, um dort mit Ihrer Mutter
zuſammenzutreffen?“
„Wie wäre das möglich, wenn Sie hier bleiben?“ erwiederte der Lord und fuhr in ſeiner Beſchäftigung unbeirrt fort.
„Aber Sie reisten ja geſtern morgen ab?“ ſagte Elina, indem ſie ſich auf einen kleinen Sopha ſetzte.
„Gerade wie Sie; und ſo konnte mich Nichts
hindern, gleich Ihnen wieder umzukehren.“
„Ich hatte einen Grund, warum ich umkehrte.“
„Ich auch“
„Und welchen, wenn ich fragen darf?“
„Den, daß ich Ihnen nicht von der Seite weiche, bevor Sie mir Ihre Hand gereicht haben.“
*—


