Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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wirkt. Elin war einmal verſtoßen worden, und nur durch deine Liebe konnteſt Du ſie wieder gewinnen.

Nicht Elin, ſondern Stephana iſt es, die ich liebe. Für mich biſt Du ewig Stephana; unter dieſem Namen haſt Du mein Herz erobert und be⸗ herrſcht. Als Stephana haſt Du mich gelehrt, Dich zu bewundern und anzubeten.

Hermann bedeckte das einnehmende Angeſicht mit ſeinen Küſſen; dann ſetzte er, ſie betrachtend, hinzu:

Wie iſt es möglich, daß eine ſolche Veränderung mit Dir vorgehen konnte, daß Du ſo ſchön, ſo über⸗ legen, ſo edel und ungewöhnlich wurdeſt; Du, das unanſehnliche und häßliche Kind, an welches ich mit

ſo vielem Widerſtreben mein Schickſal gefeſſelt hatte?

Wenn ich überlegen, edel und ungewöhnlich bin, ſo iſt es Jacobo's Werk. Wenn ich ſchön bin, ſo iſt es die Natur, welche mich alſo formte, nach⸗ dem ich zu meiner phyſiſchen und moraliſchen Ent⸗ wicklung gelangt war.

Aber ſage mir, woher ſchöpfteſt Du die Kraft, ſo ſtark zu bleiben, wie Du es dieſe Zeit her ge⸗

weſen?

War ich wirklich ſtark? Ich glaube es nicht;

denn es gab ja Augenblicke, wo...

Wo ich hinter dem Reif, der dein Aeußeres verhüllte, dein Herz hindurchglühen zu ſehen glaubte. Ja, es iſt wahr, daß mir zuweiken ein Stückchen vom Himmel entgegenſchimmert, aber Du ſchloßeſt ſogleich die Pforte wieder und überließeſt mich der Qual der Ungewißheit.

Damit ich zu dem Hermann, der nicht blos