Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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dem ehemaligen Schlafzimmer der Gräfin Gunilla. Der Graf hatte ſeinen Arm um Stephana's Leib geſchlungen, und ihr Haupt ruhte an ſeiner Schulter.

Damit ich es recht wagen kann, an mein Glück zu glauben, welches mir unfaßlich vorkommt, mußt Du, meine wiedergefundene Braut, Elin's Geſchichte durch diejenige Stephana's vervollſtändigen.

Hermann drückte ſeine Lippen auf ihre Stirne, indem er hinzuſetzte:

Erzähle mir ſie jetzt, während ich Dich an mein Herz geſchloſſen halte, damit der Vorhang über die Vergangenheit mit dem heutigen Tage fallen möge und der morgende Tag in meinem Herzen nur meine Seligkeit finde.

Ja, ſagte Stephana und ſchaute mit liebevol⸗ lem Blick ihrem Gatten in die Augen,laß uns dieſen Abend die Vergangenheit mit allen ihren Schatten begraben und hernach nur der Zukunft leben.

Wirſt Du aber auch alle dieſe lange und bit⸗ tere Qual vergeſſen können?

Ob ich ſie werde vergeſſen können? Ach, Her⸗ mann, Du verſtehſt nicht, wie ich Dich liebe, wenn Du nicht weißt, daß ich bereits Alles außer meinem gegenwärtigen Glück vergeſſen habe.

Dank! mehr ſagte Hermann nicht; aber der warme Kuß, welchen er auf die Lippen ſeiner ſchönen Gattin drückte, war der Dolmetſcher ſeiner ganzen Dankbarkeit.

Einige Augenblicke darauf begann Stephan die verlangte Erzählung.

Als ich nach meines Vaters Tod Schweden