auf dem kleinen Sopha in dem Spiegelkabinet vor
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Die zwölf Jahre lang getrennten Gatten ruhten nun zum erſten Mal einander an der Bruſt.
Es war eine lange Umarmung, die einen ganzen Himmel in ſich ſchloß. Die Erde mit ihren flüchtigen Freuden, ihren bittern Schmerzen war vergeſſen für dieſe beiden in das Glück des Augenblicks verſun⸗ kenen Menſchen.
„Ah, ich athme wieder auf!“ rief eine frohe Stimme von der Thüre her.„Meine Rolle iſt nun ausgeſpielt, und ich kann auch Theil an eurer Freude nehmen.“
Dieſe Worte riefen die beiden in die Wirklichkeit zurück. Stephana wandte ihr von Thränen der Seligkeit befeuchtetes Angeſicht der Sprechenden zu und reichte ihr die Hand, während ſie mit dem an⸗ dern Arm noch Hermanns Hals umſchlungen hielt.
„Komm, Elina, und umarme deinen Bruder.“ 6 Dann wandte ſie ſich zu dem Grafen und ſetzte
inzu:
„Hermann, hier iſt deine Schweſter, welche Dich nicht Bruder nennen wollte, ehe Du Elin dein Herz gegeben hätteſt.“
Die nun folgende Scene läßt ſich eher denken, als beſchreiben. Wir wollen nur beifügen, daß Hel⸗ frid im nächſten Augenblick die Freude der Wieder⸗ vereinigung mit den Uebrigen theilte.
XXIX. Am Abend finden wir Hermann und Stephana


