Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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299 beiden Händen die Locken zurück; dann drückte ſie ihre Lippen auf ſeine Stirne mit den Worten:

Ich bin nicht nur zufrieden ich bin glücklich!

Glücklich! rief der Graf und ſprang auf. Glücklich, wenn ich mit dem Tod im Herzen mich dem Unglück weihe?

Ich bin glücklich, darum weil ich ſtolz auf Sie ſein kann. Gehen Sie, Hermann, und wiſſen Sie, daß daß ich Sie liebe.

Ach, Stephana!

Der Graf ſtreckte die Arme aus, als wollte er ſie an ſeine Bruſt drücken, ließ ſie aber wieder ſin⸗ ken, indem er ſtammelte:

Dank, Engel! Lebe wohl!

Und ſomit ſtürzte er aus dem Zimmer.

In demſelben Augenblick rollte ein Wagen die Allee hinunter. Es war Elin, welche allein abreiste.

Die Hände auf das unruhig klopfende Herz ge⸗ drückt, ſtand Stephana an den Fenſterſtock gelehnt.

Eine Minute verging, welche ihr wie eine ganze Ewigkeit vorkam; dann hörte ſie Schritte im Salon.

Es waren die ſeinigen.

Gleich darauf ſtand er vor ihr, bleich und düſter.

Flin iſt fort. Es iſt zu ſpät, um das Verbro⸗ chene wieder gut zu machen.

Du irrſt Dich, Hermann, flüſterte Stephana und ſtreckte die Arme gegen ihn aus;ſie iſt noch da ich bin Elin!

Du!

Hermann ſtürzte auf ſie zu.