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gemeiner Soldat das Gewehr auf der Schulter tra⸗ gen und Wache ſtehen, aber nach dem niedrigen Dienſt des Tages an Stephana's Seite ſitzen, auf ihre Stimme lauſchen, in ihren Blicken Dich ſonnen, ſo hätte ich ohne Bedenken Alles von mir geworfen, was Größe und menſchlicher Vorzug heißt, um mir ein ſolches Glück zu erkaufen, ohne auch nur mehr für mich zu wünſchen, als Sie zu ſehen und zu hö⸗ ren. Wenn man mir geſagt hätte: Du ſollſt in Armuth und Niedrigkeit für dein tägliches Brod arbeiten und mit dem Mangel und der Noth käm⸗ pfen, aber in deiner dürftigen Häuslichkeit ſollſt Du Stephana begegnen, ſo würde ich mein Glück nicht mit dem Himmelreich vertauſcht haben. Wenn
man mir geboten hätte, Vaterland und Familie zu verlaſſen und Alles zu vergeſſen, um mit Ihnen landesflüchtig zu werden, ich würde meine gräfliche Krone mit Füßen getreten und niemals mich wieder nach der heimathlichen Erde oder nach irgend Etwas, das mir theuer geweſen, umgeſehen haben, glücklich und ſtolz, Ihnen zu folgen. So hoch über Alles liebe ich Sie, und nun....“
Hermann drückte ihre Hände an ſein Herz und an ſeine Augen, indem er mit einem Ausdruck ver⸗ zweifelten Schmerzes hinzuſetzte:
„Und nun ſage ich Ihnen dennoch Lebewohl. Ich gehe, meine Liebe, mein ganzes Leben, alle meine Hoffnung ihr zu weihen. Ich bringe mich ſelbſt zum Sühnopfer dar für die Schuld, welche mein Hochmuth mir aufgebürdet hat.— Sind Sie zu⸗ frieden, Stephana?“
Jo,“ flüſterte Stephana, und ſtrich ihm mit


