Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Keine Schwäche! Der morgende Tag wird zei⸗ gen, ob er ebenſo ein Mann von wahrer Ehre, wie ein Mann von Geburt iſt.

XXVIII.

Stephana brachte den größern Theil des fol⸗ genden Morgens bei Elin zu. Als ſie das Zimmer derſelben verließ, ſtieß ſie auf Eklund, welcher meldete:

Der Herr Graf wünſcht Sie zu ſprechen.

Stephana ging in den Salon, und Elin's Kam⸗ merjungfer gab Befehl, mit dem Wagen der Gräfin vorzufahren.

Als Stephana in den Salon trat, ſtand Her⸗ mann, bleich und mit einer Wolke tiefen Grams auf der hohen Stirne, an den Kamin gelehnt.

Stephana ging auf ihn zu. Sie war ebenſo bleich, wie er.

Herr Graf, Sie haben mit mir zu ſprechen ge⸗ wünſcht, ſagte ſie mit bebender Stimme und reichte ihm die Hand.

Ja, ich komme, Ihnen Lebewohl zu ſagen. Er ergriff die dargebotenen Hände und bedeckte ſie mit ſeinen Küſſen.Wir müſſen ſcheiden; ich werde Sie niemals wiederſehen, Stephana, Sie, deren Anblick mein Leben ausmachte; aber Sie und die Pflicht gebieten es.

Er kniete vor ihr nieder und fuhr fort:

Wenn man mir geſagt hätte: Du ſollſt auf Rang, Reichthum und Anſehen verzichten und als