Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Wollte Gott, daß es keines gäbe! ſagte Ste⸗ phana und ſah Hermann mit einem Blick voll Theil⸗ nahme an;aber ich komme wiederum als ein Un⸗ glücksprophet.

Meine Mutter? ſtammelte Hermann.

Von ihr iſt jetzt nicht die Rede. Der Groß⸗ händler H. hat ſich erſchoſſen, weil er ruinirt war.

Ich verſtehe, und wir ſind mit ihm rui⸗ nirt.

Hermanns Stimme war unnatürlich ruhig. Ste⸗ phana's Auge weilte mit einem beſorgten Ausdruck auf ſeinem Angeſicht; aber da ſich keine Muskel da⸗ rin rührte, athmete ſie tief auf und ſagte:

Gott ſei gelobt, Sie tragen auch dieſen Schlag wie ein Mann.

Ueber Stephana's Wangen rieſelten ein paar große Thränentropfen, und ſie ſetzte mit bezaubern⸗ der Milde hinzu:

So lang noch Stephana und Kungsborg exiſti⸗ ren, iſt Graf Hermann Romarhjerta nicht rpinirt.

Hermann zog ihre beiden Hände an ſeine Lippen und flüſterte:

So viel Güte gegen den Sohn der Frau, welche erſt vor einigen Tagen durch ihre hochfah⸗ renden Worte Sie ſo tief verletzte. Sie iſt nun hart geſtraft, die Unglückliche dadurch, daß ſie in Armuth verſetzt iſt.

Gibt es wohl Armuth für meinen Compagnon? Unmöglich. Sie, Herr Graf, im Beſitz von der Fähigkeit, wie von der Kraft, Anderer Eigenthum ſo zu verwalten, Sie müſſen auch die Kunſt zu eigen baben, von dem Antheil, der aus dem Ertrag von