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noch fernerhin ſo vertraulich mit einer Frau aus dem Volke umgehen könnte. Was nützte dieſer ihr Reichthum, ihre Bildung, ihr edler und erhabener Charakter, da ſie doch nur von gemeinen Voreltern abſtammte. Sie war und blieb eine Plebejerin, wie man die Sache auch betrachten mochte.
Jacobo hatte eine Reiſe nach der Hauptſtadt gemacht und wurde wieder zurückerwartet.
Der Graf hatte ſeit jenem Abend, da die Frage nach Stephana's Geburt aufgeworfen worden war, unaufhörlich kleinere Reiſen in der Gegend gemacht, und Stephana erkannte ſehr wohl, daß auch er einem Zuſammentreffen auswich.
War es auch bei ihm eine Folge von Hochmuth, oder geſchah es nur darum, weil der Mutter Hoch⸗ muth ihm Pein verurſachte? Das waren die Fragen, welche Stephana ſich ſelbſt vorlegte.
Die einzige Perſon, welche ſich gleich blieb, und ſo oft ſie einen Augenblick ſich von der Mutter weg⸗ ſe konnte, dieſen Stephana widmete, war Hel⸗ rid.
Man konnte an dem jungen Mädchen ſehen, daß ihr Herz ſie zu Stephana hinzog, und daß ſie ſich in der Geſellſchaft der jungen, liebenswürdigen und ungewöhnlichen Frau wohl fühlte.
Am erſten Mai, des Morgens, gerade als Ste⸗ phana aus ihrem Schlafzimmer trat, kam Jane auf ſie zu und meldete ihr:
„Jacobo iſt gecade von Stockholm zurückgekom⸗ men und hat nach Dir gefragt. Er bat mich, Dir zu ſagen, daß er Dich ſprechen möchte.“


