Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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einwirken, ſo daß ſie aus Liebe zu ihrer Mutter und, um ſie glücklich zu machen, in ihr eigenes Un⸗ glück geht.

Helfrid würde aber eines ſolchen Opfers nicht fähig ſein, wenn ihr Herz an einen Andern ge⸗ feſſelt wäre.

Sie würde ſelbſt dann ihre Liebe aufopfern. Bemerke wohl, für Mutter und Bruder kann ſie Al⸗ les hingeben. Ihr eigenes Glück hat nichts zu be⸗ deuten, wenn es ſich um diejenigen, die ihr theuer ſind, handelt. So iſt Helfrid, ergeben bis zur gren⸗ zenloſeſten Selbſtverleugnung.

Ja, ſie iſt ein hochgeſinntes Mädchen, ſagte Jacobo nachdenklich.

II.

Am folgenden Morgen, als Helfrid in der Frühe, während ihre Mutter noch ſchlief, ihren gewöhnli⸗ chen Rundgang bei den Kranken, die ſie unter ihren Schutz genommen, machte, begegnete ſie Jacobo.

Wir bekamen Sie geſtern Abend nicht mehr zu ſehen, ſagte er.

Ich konnte Mama nicht verlaſſen, antwortete Helfrid, deren Wangen ſich bei dem Zuſammentref⸗ fen mit Jacobo lebhafter färbten.

Sie hatten im Salon Etwas verloren, zu deſſen Zurückgabe ich geſtern Abend noch Gelegenheit zu finden wünſchte; ſo mußte ich es bis heute auf⸗

ſchieben. Jacobo fuhr mit der Hand in die Bruſttaſche;