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für die Art und Weiſe, womit ich ſie behandelte, erkenntlich ſein, ſie würde mir Rechnung dafür tra⸗ gen, daß ich mein ganzes Haus ihr zur Verfügung ſtellte, um die Prüfungen, die über ſie ergingen, in Vergeſſenheit zu bringen; aber ich hatte unbeachtet gelaſſen, daß der Hochmuth uns taub für alle an⸗ dern Empfindungen macht und unſer Herz in ein gefühlloſes Ding verwandelt.— Wohlan, ich will ihr beweiſen, daß ich im Edelmuth ebenſo weit gehen kann, als ſie im Hochmuth; wir wollen ſehen, wer von uns den größten Gewinn an innerer Ge⸗ nugthuung einerntet.— Biſt Du mit mir zufrie⸗ den, Jacobo?“ ſetzte ſie mit einem beinahe demü⸗ thigen Blick hinzu.
„Zufrieden mit Dir?— Nein, ich bin ſtolz auf Dich,“ ſagte er, ihr die Hände drückend.
„Dann weiß ich auch, daß ich recht thue.“
Stephana hatte ſich in einen Fauteuil geſetzt und begann zu arbeiten.
Jacobo hob ein kleines Notizbuch auf, welches auf den Boden gefallen war. Es war in rothen, goldgepreßten Maroquin gebunden. Auf der Außen⸗ ſeite ſtand H. R. mit einer Grafenkrone darüber.
Jacobo reichte es Stephana mit den Worten:
„Selbſt anf einer ſolchen Lappalie prunkt der gräfliche Hochmuth in Geſtalt einer Krone. Ste⸗ phana, ich fürchte, daß ich immer ein Fremdling in unſerem Geburtslande bleibe, weil es mir niemals gelingen wird, mich mit dieſen Thorheiten und Vor⸗ urtheilen auszuſöhnen.
Jacobo öffnete ganz unabſichtlich das Notizbuch und blätterte darin, während Stephana it


