Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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haften Verwalter meiner Geſchäftsangelegenheiten, ſondern auch einen Freund habe.

Freund? wiederholte Hermann.

Iſt das zu viel begehrt?

Nein, bei Gott! Und ich hatte gehofft, Sie würden nicht erſt dieſe Mahnung an mich ergehen zu laſſen brauchen, ſondern fühlten und ſähen, daß ich es wirklich bin.

Ich danke Ihnen! Dann iſt ja Alles recht.

Es entſtand eine Pauſe. Der Graf unterbrach ſie.

Sie fragten mich einmal, warum ich mich nicht vermählt hätte.

Ja, und Sie antworteten, Sie würden es mir ein anderes Mal ſagen.

3Der Grund liegt darin, daß ich bereits vermählt i Hermanns Stimme war ernſt, und ſein Auge

weilte Stephanä mit einem ſo durchdringenden Ausdr als ob er in ihrer Seele hätte leſen wol⸗ len, Wirkung dieſe Worte hervorbrächten. Aber in Stephana's Angeſicht bewegte ſich nicht eine Muskel.

Sie ſah ruhig zu ihm auf und ſagte:

Verheirathet! Aber Ihre Gattin, wo iſt ſie?

Das kann ja gleichgültig ſein. Wir haben nie⸗ mals zuſammen gelebt. Wir ſind getraut, nicht verehlicht. 3

Stephana ſtützte den Kopf auf ihre Hand und fragte langſam:

Weſſen Gattin iſt Elin Romarhjerta?

Bei dieſer Frage war alle Milde aus Stephana's Weſen verſchwunden, und ihre Augen erweiterten