Teil eines Werkes 
2. Band (1864)
Entstehung
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Nun, und was iſt es dann?

Nichts, was von Ihnen ausginge. Ach, Sie laſſen mir nicht einmal den Troſt, Sie auch nur in irgend einer Hinſicht anklagen zu können.

Warum ſind Sie mir dann ausgewichen?

Auf Hermanns Stirne brannte eine dunkle Röthe, in ſeinen Augen flammte es; als er aber Stephana's ruhigem, klarem und ernſtem Blick begegnete, fuhr er mit der Hand über die Stirne und ſagte langſam:

Darum, weil meine Seele von bittern Erinne⸗ rungen erfüllt war von Erinnerungen, welche Sie auf unſerem letzten Beſuch bei Baron Skijöld ins Leben gerufen haben und welche ſeitdem mich verfolgten. Ich habe während dieſer Zeit ge⸗ wünſcht, ganz aufrichtig mit Ihnen ſprechen zu kön⸗ nen, aber dennoch fühlte ich, daß es mir unmög⸗ lich iſt.

Sie haben alſo kein Vertrauen zu mir?

Ich möchte wünſchen, ich könnte Ihnen miß⸗ trauen.

Hören Sie mich, Herr Graf. Sie und ich, wir befinden uns in Folge des Auftrags, den Sie über⸗ nommen, in einer ſolchen Stellung, daß wir Ver⸗ trauen zu einander haben müſſen. Wohlan, laſſen Sie uns beiderſeitig vergeſſen, daß wir verſchiedenen Geſellſchaftsklaſſen angehören; wir wollen nicht blos ein Paar Geſellſchaftsverbündete ſondern auch ein Paar Freunde ſein. Ich gebe Ihnen die Ver⸗ ſicherung, daß ich wirkliche Freundſchaft für Sie und Ihre Freunde hege, und geſtatten Sie auch mir zu glauben, daß ich in Ihnen nicht blos einen gewiſſen⸗