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gangen ſeien; aber ſie wußte es nicht, denn ſie hat⸗ ten franzöſiſch geſprochen; das einzige, was ſie ver⸗ ſtanden, war das Wort„Königshügel“, welches ſie ſie öfters hatte nennen hören. Eine unruhige Ahnung ergriff meine Seele, und obgleich es mir nicht bekannt war, daß Laura etwas von Axel's und Ihrer Liebe wußte, ſo eilte ich doch nach Ihrer Wohnung und trat in demſelben Augenblick in dieſelbe ein, als ſie die abſcheuliche Beſchuldigung gegen Ihre verſtor⸗ bene Mutter ſchleuderte. Sechs Monate darauf hatte Laura aufgehört zu lieben und zu leiden; ſie ſtarb bei unſerer Rückkunft nach München.
Ohne mein Wiſſen hatte Cordula Axel von ſei⸗ ner wiedergewonnenen Freiheit in Kenntniß geſetzt. Er kehrte nach München zurück, hielt ſich aber nur kurze Zeit dort auf, um ſeine eigenen und ſeines Sohnes Angelegenheiten zu ordnen. Nachdem er mir Laura's Kind anvertraut hatte, reiste er nach Schwe⸗ den, überzeugt, dort ſein Glück zu finden.
Cordula, welche ein eifriges Intereſſe für ſeine Reiſe und für ſeine Wiedervereinigung mit Ihnen an den Tag legte, gelang es ihn zu überreden, daß ſie ihn hierher begleiten durfte.
Sie wußte indeſſen, daß Sie verheirathet ſeien; war aber jetzt überzeugt, daß Axel ſich ſowohl wie Sie in's Verderben ſtüͤrzen würde.
Es verging einige Zeit, als ich eines Tages im Herbſt einen Brief erhielt, unterzeichnet: Cordula Heyſe. Dieß überzeugte mich, daß ſie in meiner Nähe geweſen, ohne daß ich es geahnt. Jedes Wort darin athmete Haß und eine verſteckte, boshafte Dro⸗


