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ſtatt; aber keine Macht der Welt konnte mich bewe⸗ gen, derſelben beizuwohnen. Ich reiste von München fort und Graf Schek vertrat meine Stelle.
Zwiſchen mir und Axel fand keine weitere Er⸗ klärung ſtatt. Doch ſah ich deutlich ein, daß die In⸗ trigue in dem Kopfe meiner ſterbenden Schweſter ent⸗ ſtanden war, um mir die Einwilligung zu der Hei⸗ rath abzunöthigen und dabei gab ſie noch einmal ihrem grenzenloſen Eigennutz nach. Die Angabe meines Kammerdieners in der Nacht,— alles war eine wohlgelegte Schlinge, in welcher ich hängen bleiben mußte. Drei Monate darauf ſtarb Leona, und ein Jahr ſpäter reiste Axel nach Schweden, um das Gelübde zu erfüllen, welches er der Mutter ge⸗ geben. Er war damals ſchon bedeutend kälter gegen ſeine Frau geworden.
Auf dieſer Reiſe und für ihren ſpeziellen Zweck nahm er den Namen ſeiner Mutter an, weil er mit Grund befürchtete, daß es ihm unter ſeinem wirklichen Namen ſchwer fallen würde ſich denjenigen zu nähern, welche er ſuchte.
Nachdem ich Axels Charakter beobachtet, zweifelte ich an ſeiner Redlichkeit bei der Ausführung ſeines Auftrags, und ließ ihn durch ſeinen Bedienten Gott⸗ hard ausſpioniren. Auf dieſe Weiſe erhielt ich Kennt⸗ niß davon, daß er ausſchließlich mit ſeiner Reigung zu Ihnen, Gnädige Frau, beſchäftigt geweſen. Wäh⸗ rend er ſich ſolchergeſtalt dem Rauſche der Leiden⸗ ſchaft hingab, ohne an die Plichten zu denken, welche er mit Füßen trat, ſtand Laura alle Qualen getäuſch⸗ ter Liebe aus, ohne von ihrem Manne eine einzige
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